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2018 – GWG Anhebung auf 800 Euro

Mit Beginn des Jahres 2018 wird die Schwelle für Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) auf 800 Euro erhöht. Bislang lag die Grenze bei 410 Euro netto. Betroffen sind davon alle nutzbaren, beweglichen Wirtschaftsgüter. Beispielsweise Schreibtische, sonstige Büromöbel, Tablets sowie weitere Büro- und Geschäftsausstattungen. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten können ab 2018 künftig bis zu einem Betrag von 800 Euro sofort abgeschrieben werden.

Geringwertige Wirtschaftsgüter 800 Euro

Erstmalig gilt die Möglichkeit für alle Anschaffungen, die nach dem 31.12.2017 getätigt werden. Musste zuvor ab einem Betrag über 410 Euro netto die Anschaffung über die Afa-Tabelle abgeschrieben werden, können nun Büro- und Geschäftsausstattungen sofort bis zu 800 Euro netto abgeschrieben werden. Maßgebend hierfür ist § 52 Abs. 12 Satz 3 EStG (https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__52.html)

Anhebung Poolabschreibungen

Auch bei den Poolabschreibungen wird die Wertuntergrenze auf 250 Euro angehoben (bisher lag diese bei 150 Euro). Damit können nun Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 250,01 – 1.000 Euro in jedem Wirtschaftsjahr in einem Sammelposten zusammengefasst werden. Und damit über 5 Jahre aufgelöst werden. Die jährliche Poolabschreibung beträgt damit 20 Prozent. Die Neuregelung für die neue Wertuntergrenze gilt ebenfalls für alle Wirtschaftsgüter, die erstmalig nach dem 31.12.2017 angeschafft wurden bzw. danach in das Betriebsvermögen eingelegt werden.

Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken

Die Anhebung des Satzes für Geringwertige Wirtschaftsgüter auf 800 Euro netto wurde mit dem Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken am 27.04.2017 durch den Bundestag beschlossen.

Daher sollten anstehende Investitionen erst mit Anfang 2018 erfolgen, wenn die Anschaffungskosten über 410,01 Euro netto liegen und unter 800 Euro netto.