⛳ Factoring & Co.

Factoring: Vor- und Nachteile

Beim Factoring, der sogenannten Rechnungsvorfinanzierung, geht es darum, schnell Geld in die Kasse zu bekommen. Statt darauf zu warten, dass der Kunde zahlt, übernimmt das der Factor, der den Rechnungsbetrag in 1 – 2 Tagen direkt auf das Konto des Unternehmers überweist. Der Ablauf ist vergleichsweise einfach und kann in jedes Unternehmen eingefügt werden. Eignet sich sogar für Selbstständige und Freiberufler. Die Vorteile bei der Rechnungsvorfinanzierung lassen sich schnell erklären, doch gibt es auch Nachteile? Genau das wollen wir uns einmal genauer ansehen.

Der Ablauf bei der Rechnungsvorfinanzierung

Ist die Rechnung an den Kunden gestellt, wird diese an den Factoring Dienstleister gesandt. Das passiert automatisch per Email oder auf Wunsch auch per Fax. Kurze Zeit später (1 – 2 Tage im Schnitt ist das Geld auf dem Konto des Unternehmers). Das ist im Großen und Ganzen der Ablauf, wobei die Rechnungsvorfinanzierung individuell in vielen Schritten angepasst und erweitert werden kann.

Die Vorteile liegen also auf der Hand. Es gibt keine Zahlungsausfälle mehr und auch das leidige Warten darauf ob und wann ein Kunde bezahlt, entfällt. Zudem kann die Rechnungsvorfinanzierung flexibel an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden. Sie wächst mit. Auch Freiberufler, Freelancer und Selbstständige können heute die Rechnungsvorfinanzierung einfach und ohne großen Aufwand für sich nutzen. Selbst bei nur überschaubaren Umsätzen ist das möglich.

Mit Factoring kommt es also zu

  • einem sofortigen Liquiditätsgewinn
  • einer Risikoabsicherung
  • einem besseren Rating
  • einer Arbeitsentlastung in der Firma

Doch gibt es auch Nachteile?

Auf der Gegenseite sind die Punkte, die als nachteilig empfunden werden könnten, sehr überschaubar, falls überhaupt vorhanden. Bei der Rechnungsvorfinanzierung entstehen natürlich kleine Gebühren. Die Gebühren liegen je nach Anbieter um die 0,5 – 2,2 Prozent von der Forderung. Bewegen sich damit also im niedrigen bis normalen Skontobereich. Je nach Umfang und gesonderten Leistungen können weitere Kosten anfallen, die im Einzelfall geklärt werden.

Nachteile können beim unechten Factoring unter Umständen entstehen, wenn es hier zu Zahlungsausfällen beim Kunden kommt. Im Gegensatz zum echten Factoring erfolgt beim unechten keine Übernahme der Zahlungsausfälle. Es kann in diesen Fällen also passieren, dass eine Rückzahlung durch das Unternehmen erfolgen muss. Daher lohnt sich das unechte Factoring auch nur dann, wenn bereits langjährige Kunden vorhanden sind, die immer ordentlich zahlen. Beim echten Factoring wird das Risiko auf den Factor mit übertragen. Das Risiko einer Rückzahlung entfällt dann für den Unternehmer.

Auch für Dienstleistungen geeignet

Grundsätzlich lässt sich die Rechnungsvorfinanzierung auch gut für Dienstleister anwenden. Sie erstellen Grafiken oder Webseiten für einen Kunden. Mit der Rechnungsvorfinanzierung können Sie sich als Freelancer, Agentur, Selbstständiger gut gegen das Ausfallsrisiko absichern und bekommen sofort ihr Geld. Wichtig ist nur, dass auf der Rechnung die Dienstleistung präzise aufgeführt wurde.

Unter dem Strich lässt sich aufführen, dass sich die Nutzung für die meisten Unternehmen bezahlt macht. Es geht auf der einen Seite um mehr Sicherheit und somit eine bessere, sofortige Liquidität. Auf der anderen Seite bietet die Rechnungsvorfinanzierung aber auch Wettbewerbsvorteile. Haben Sie sich als Unternehmen zuvor nicht getraut, Zahlungsziele von 60 Tage anzubieten, können Sie das mit dem Factoring nun umsetzen. Ihr Geld kommt binnen 2 Tagen und Ihr Kunde freut sich über ein verlängertes Zahlungsziel. Für alle eine Win-Win Situation. Es macht also Sinn, sich näher mit der Rechnungsvorfinanzierung zu beschäftigen.